Ravindras Blog

15. Oktober 2018

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

AF-Acc

Erinnern wir uns an die Fakten: Als Air France früher in diesem Jahr einmal mehr wegen seiner streikenden Piloten in großen Schwierigkeiten steckte, schien Accor sich zu überlegen, eine Minderheitsbeteiligung an Air France zu übernehmen, wobei der Zugang zu Flying Blue die zentrale Motivation war. Ein paar Wochen später verstanden sie, dass ihnen das mehr Probleme als etwas anderes schaffen würde (nicht der Zugang zu den Flying Blue-Daten, aber die Piloten, die Teil des Pakets gewesen wären!) und sie haben von der Idee Abstand genommen – erneut nicht das beste Licht auf Air France werfend. Von diesem Verhalten nicht begeistert schloss Air France im September eine weit reichende Partnerschaft mit der Hotelbuchungs-Plattform Booking.com ab – dem Feind par excellence von Accor (und aller anderen großen Hotelketten). Jetzt war es an Accor, nicht begeistert zu sein. Und sie antworteten mit der Einführung einer gegenseitigen Konversions-Partnerschaft mit dem Kundenbindungsprogramm von Eurostar, Club Eurostar. Eurostar ist natürlich nicht eine solche Bedrohung für Air France wie Booking.com für Accor, aber Accor betont nichtsdestotrotz, dass diese Partnerschaft jetzt Le Club Accorhotels-Mitgliedern erlaubt, ihre Punkte für „Tickets und Upgrades ohne Blackout-Daten oder Zusatzgebühren“ zu nutzen – mehr als ein offensichtlicher Seitenhieb auf Flying Blue. Während solche Kämpfe natürlich amüsant für Beobachter sind, führen sie schlussendlich auch zu Vorteilen für Programmmitglieder. Deswegen macht bitte, bitte weiter damit, Air France und Accor!