Aktuelle Vielfliegernews

Hier sind sie: die wichtigsten Neuigkeiten der Vielfliegerprogramme!

Diese Seite liefert Ihnen regelmäßig aktuelle Neuigkeiten über die Vielfliegerprogramme. Da ein kompletter News-Service an dieser Stelle jedoch zu umfangreich und von wenig Nutzen für Sie wäre, wählen wir jeweils die wichtigsten Neuigkeiten aus, welche nach unserer Meinung am besten den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen.

Falls Sie an unserem Vielfliegerservice teilnehmen und die Option gewählt haben, diese Neuigkeiten zu erhalten, senden wir sie Ihnen jeweils kostenlos und automatisch zu, sobald sie veröffentlicht wurden.

Sollten Sie zu bestimmten der nachfolgend aufgeführten Programmen irgendwelche weiteren Informationen benötigen, können Sie sich über unsere Liste der Vielfliegerprogramme direkt zu deren Vielfliegerseiten im Internet verbinden (verfügbar in den meisten Fällen).
 

 

 

Vielfliegernews vom 14. August 2008

 

 

Delta führt in ihrem SkyMiles-Programm im September auf ihren eigenen ein dreistufiges Prämiensystem Flügen ein, sowohl in der Economy wie auch in der Business/First Class. Die billigste Kategorie ist den normalen Kapazitätsbegrenzungen unterworfen, die teuerste garantiert den letzten Sitz und dazwischen liegt die Kategorie „expanded“, unter der sich jeder etwas anderes vorstellen darf. Während Flüge in der billigsten Kategorie innerhalb Nordamerikas gleich teuer bleiben, werden hier im Zuge dieser Umstellung leider die meisten interkontinentalen Verbindungen leicht verteuert. Auch Alaska Airlines wird in ihrem Mileage Plan am 01. November ein solches dreistufiges Modell einführen - und dabei die 20.000-Meilen Prämie für Flüge innerhalb Nordamerikas auch für Online-Buchungen auf 25.000 Meilen erhöhen.

 

Alles spricht momentan dafür, dass British Airways jetzt doch Iberia übernehmen wird. Noch ist vieles Spekulation, konkret bekannt ist nur, dass die zwei Marken dieser oneworld-Mitglieder erhalten bleiben sollen. In Bezug auf die Vielfliegerprogramme wäre es nahe liegend - auch basierend auf den Erfahrungen der Fusion von Air France und KLM, bzw. der Übernahme von Swiss durch Lufthansa -, dass am Schluss nur ein Vielfliegerprogramm übrig bleiben wird, entweder der Executive Club von British Airways oder ein neues Programm, das versucht, die Elemente beider Programme zu verbinden. Dies dürfte jedoch nicht einfach sein, da Iberia Plus in mancher Hinsicht ein spezielles Programm ist, das nicht wirklich kompatibel mit anderen Programmen ist. Auch Lufthansa und Air France KLM interessierten sich für Iberia, was sich aber aufgrund der unterschiedlichen Allianzzugehörigkeiten etwas komplizierter gestaltet hätte.

 

Eine Frage, die sich schon viele Fluggesellschaften gestellt haben, ist, was man mit Kunden machen soll, die schon an der obersten Elitestufe angekommen sind und trotzdem noch mehr Statusmeilen sammeln (könnten). Eine denkbar einfache Lösung für dieses Problem hat BMI British Midland jetzt in ihrem Diamond Club implementiert: Gold-Mitglieder, die mehr als 55.000 Statusmeilen pro Jahr sammeln, erhalten alle überschüssige Statusmeilen als zusätzliche Prämienmeilen gutgeschrieben. Wenn man also als solches Mitglied z.B. mit BMI in der Business Class von London nach Riyadh fliegt (3.060 Meilen) erhält man die regulären Prämienmeilen in der Business Class (6.120 Meilen), plus den Elitebonus von 35% (2.142 Meilen) plus die konvertierten Statusmeilen (6.120 Meilen), macht 28.764 Meilen für einen Hin- und Rückflug, was bis zu drei Freiflügen entspricht.

 

Die zwei wohl erfolgreichsten Low Cost-Gesellschaften in Nordamerika, Southwest Airlines und die kanadische WestJet, werden bis Ende 2009 eine umfassende Kooperation starten, die sich auch auf die Vielfliegerprogramme bezieht. WestJet ist momentan lediglich ein Partner im Air Miles-Programm, wird aber unter Umständen in nächster Zeit ein eigenes Programm starten. Southwest ihrerseits hat in ihrem Rapid Rewards-Programm nach dem Ende von ATA Airlines momentan keine Airline-Partner mehr.

 

Immer noch gibt es Fluggesellschaften, die neue Programme einführen und so die Zahl der angebotenen Programme - trotz einiger Pleiten auf der anderen Seite - weiter nach oben treiben, auf derzeit 180. Zu den Fluggesellschaften, die in den letzten Wochen Programme einführten, gehören in chronologischer Reihenfolge Aigle Azur (Frankreich) mit Azur Plus, Porter Airlines (Kanada) mit VIPorter, KD Avia (Russland) mit Voyage+ und Air Southwest (Großbritannien) mit Business Plus Bonus. Allen ist gemeinsam, dass sie jeweils ohne Airline-Partner operieren. Und weitere Programme zeichnen sich bereits am Horizont ab!

 


 

Vielfliegernews vom 15. Juli 2008

 

 

Nüchtern betrachtet ist es keine große Überraschung, aber es ist dennoch ein großer Coup für Star: Continental Airlines, die sich - nicht ganz zu Unrecht - bei SkyTeam immer mehr isoliert fühlt, beabsichtigt, zur Star Alliance zu wechseln. Aufgrund der Vertragsgestaltung mit SkyTeam könnte dies zwar sehr lange dauern, aber die Weichen scheinen gestellt zu sein. Als erstes wird wohl eine Partnerschaft mit United gestartet, die auch deren Vielfliegerprogramme OnePass und Mileage Plus umfassen wird. Und man darf das wohl auch so interpretieren, dass man sich bei Star damit abgefunden hat, dass US Airways kaum überleben wird, da sonst das ganze Szenario nur bedingt Sinn machen würde.

 

Wir hatten unsere Zweifel, als EgyptAir letzten Oktober ankündigte, in „6 bis 8 Monaten“ der Star Alliance beitreten zu wollen - aber sie haben es fast geschafft und sind seit letzter Woche offizielles Mitglied. Allerdings sollte man nicht hoffen, irgendwelche Informationen darüber momentan auf der EgyptAir Plus-Webseite zu finden - also keine Ahnung, wie sich das auf das Programm auswirkt. Auch der Zeitplan der rumänischen Tarom, die bis Ende 2009 der SkyTeam-Allianz als assoziiertes Mitglied beitreten will, wird sicher eingehalten werden können. Als solches wird sie ihr eigenes Vielfliegerprogramm Smart Miles aufgeben und das Programm von Air France KLM, Flying Blue, übernehmen.

 

In Zeiten wie diesen gibt es leider auch viele Fluggesellschaften, die Vielflieger als Geldquelle entdecken und mehr oder weniger kreative Gebühren einführen. So kosten alle AAdvantage Prämienbuchungen über die US-Webseite jetzt 5 USD. Delta wird am 15. August die erste US-Gesellschaft, die in ihrem SkyMiles-Programm einen Treibstoffzuschlag für Prämienflüge einführt. Er beträgt für einen Langstreckenflug (hin und zurück) 50 USD, gilt allerdings nur für Mitglieder in Nordamerika. Im Verhältnis zu den rund 400 USD, die man bei europäischen Programmen für einen Transatlantikflug an Steueren und Gebühren bezahlt, ist das schon fast akzeptabel. Delta betont auch den temporären Charakter dieser Maßnahme, was zu beweisen bleibt. Northwest folgte Delta und wird am 15. September in ihrem WorldPerks Treibstoffzuschläge einführen - bis zu 100 US$ für Transpazifikflüge. Thai schlussendlich erhöht zum 01. August verschiedene Gebühren in ihrem Royal Orchid Plus teilweise massiv. Neu wird dann auch eine Gebühr zur Änderung bestehender Prämienbuchungen eingeführt, die für Flüge mit Star Alliance-Partnern 75 USD beträgt.

 

Eigentlich gibt es zwei unumstößliche Regeln in der Luftfahrt: Es gibt keine Direktflüge zwischen dem chinesischen Festland und Taiwan und Charterflüge sind grundsätzlich aus Vielfliegerprogrammen ausgeschlossen. EVA Air durchbricht jedoch beide und bietet auf ihren Flügen zwischen Taiwan und China, die vorerst nur als Charterflüge durchgeführt werden dürfen, in ihrem Evergreen Club Prämien an. Die Normalisierung der Luftverkehrsbeziehungen zwischen China und Taiwan hat damit einen weiteren wichtigen Schritt gemacht. Für den „Ernstfall“ ist allerdings Konkurrent China Airlines (Taiwan) deutlich besser aufgestellt als EVA Air, die in ihrem Dynasty Flyer bereits Vielfliegerpartnerschaften mit nicht weniger als drei chinesischen Festland-Airlines unterhält, Air China, China Eastern und China Southern.

 

Die Fußball-EM ist zu Ende und damit ist es Zeit für eine Analyse einer etwas anderen Art - aus der Perspektive der Airline-Allianzen. In der Vorrunde trafen in der als stärksten eingeschätzten Gruppe vier (inkl. ein künftigtes, s.o.) SkyTeam-Länder aufeinander, Frankreich, Italien, Holland und Rumänien. Keines von ihnen schaffte es weiter als bis in das Viertelfinale. Eine andere Vorgruppe vereinte vier Star-Länder, Deutschland, Österreich, Kroatien und Polen. Und wie im richtigen Leben, wo Lufthansa mit ihrem Miles & More-Programm ihre co-branding Partner dominiert, war Deutschland schlussendlich am erfolgreichsten. oneworld ihrerseits setzte auf Klasse statt Masse und schickte nur einen einzigen Vertreter - Spanien. Der Ausgang ist bekannt.