Aktuelle Neuigkeiten

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Die Beziehung zwischen den Joint Venture-Partnern Emirates und Qantas war vielleicht nicht immer so einfach wie man hätte erwarten können. Die Konkurrenz zwischen den beiden Fluggesellschaften bleibt stark – und noch mehr der Kampf um die Kunden-Zugehörigkeit in den Kundenbindungsprogrammen. Als Qantas letztes Jahr die Prämienhöhen in ihrem Frequent Flyer änderte (Absenkung in der Economy Class, Erhöhung in der Business Class), war Skywards schnell zur Stelle, die Absenkung in ihrem eigenen Programm für Prämienflüge mit Qantas zu übernehmen- behielt aber die (deutlich) niedrigeren Prämienhöhen für Reisen in der Business Class bei, was das Programm zur interessanteren Option für Prämienflüge mit Qantas als das Qantas-eigene Programm machte. Jetzt hat Emirates eine Vorreiterrolle eingenommen, indem sie alle Treibstoffzuschläge aus Prämientickets herausgenommen haben, was den Wert dramatisch erhöht, da die Zuschläge bisher extrem hoch waren. Diese Änderung betrifft nicht nur Skywards-Mitglieder, aber auch Mitglieder aller Partnerprogramme – wie Qantas -, die ihre Punkte auf Emirates einlösen. Qantas hat jetzt mit der Ankündigung geantwortet, Emirates ab 01. September in ihrem Programm von der billigeren Qantas-Prämientabelle zu der teureren Partner-Prämientabelle zu wechseln. Dies entspricht einer Erhöhung des Meilenpreises von etwa 20% in der Economy Class und 10% in der Business Class. Solche unnetten Maßnahmen sollte man auch in anderen JVs erwarten, da Fluggesellschaften in dem aktuellen Umfeld Bemühungen verstärken werden müssen, ihre eigenen Flugzeuge zu füllen, bevor sie an Partner denken können.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Miles & More hat angekündigt, die Einführung des Statuspunkte-Systems um ein Jahr zu verschieben, also bis 2022. Obwohl Lufthansa dies in einem Stil kommuniziert, den man als Gefallen gegenüber den Mitgliedern verstehen könnte, betrachten wir die Einführung dieses Punktesystems nicht wirklich als Programmverschlechterung, sondern als überfällige Tat, um die Prämien- und Statuswährung zu trennen – etwas, das Andere wie British Airways schon seit 30 Jahren praktizieren. Der wirkliche Grund für diese Verschiebung ist jedoch ausschließlich operativ da Miles & More den Status von Elitemitgliedern, die ihn Ende dieses Jahres verlieren würden, um ein weiteres Jahr verlängern wird.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Mit einer langsam zurückkommenden Reiseaktivität können einige ersthafte zaghafte Versuche beobachtet werden, den Wert der Mitgliedschaft in Kundenbindungsprogrammen zu erhöhen. Neben gewissen zeitlich begrenzten Promotionen mit ihrem entsprechend opportunistischen Charakter sind andere Änderungen fundamentaler und (hoffentlich!) dauerhaft. Zum Beispiel waren Emirates und Finnair (letztere ab 25. Juni) unter den ersten, Treibstoffzuschläge aus Prämientickets herauszunehmen, was eine massive Ersparnis darstellt. Das betrifft nicht nur Mitglieder ihrer eigenen Programme, aber auch Mitglieder der betreffenden Partnerprogramme. Qatar Airways ihrerseits hat ihren verrückten pauschalen Aufpreis auf Prämientickets von 25 bis 75 USD pro Sektor in ihrem Privilege Club aufgehoben, was für eine typische Verbindung mit einem Umstieg einer Ersparnis pro Hin- und Rückflug von 100 USD in der Economy Class, bzw. sogar von 200 oder 300 USD in der Business und First Class gleichkommt.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Nehmen wir an, Sie haben noch nicht vollumfänglich das Vertrauen in die Situation zurückgewonnen, müssten aber von Moskau nach Wladiwostok reisen. Sie könnten die Alternative eines Mietwagens in Betracht ziehen und müssten dennoch nicht auf Aeroflot-Meilen verzichten: Bonus-Mitglieder können nämlich aktuell mit Avis-Anmieten in Russland bis zu 5.000 Meilen sammeln. Diesen Maximal-Betrag erhält man nur mit Anmieten von mindestens 15 Tagen – aber das ist die Zeit, die Sie ohnehin für eine solche Reise benötigen werden. Oder ist es vielleicht nichtsdestotrotz eine bessere Idee, in dem vollen Komfort der Aeroflot Business Class zu reisen (mit garantierter sozialer Distanzierung!) und für die Reise mindestens fast 12.000 Meilen zu verdienen?

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Vor Covid war es so etwas wie ein ungeschriebenes exklusives Recht des LifeMiles-Programms von Avianca, Promotionen mit einem Bonus von 100% für den Kauf von Meilen anzubieten, der manchmal in speziellen Situationen, wie Black Friday-Angeboten, bis 130% erreichte. Aber das hat jetzt komplett geändert und viele Hotel- und Fluggesellschaftenprogramme betrachten den Kauf von Punkten als einzige Möglichkeit, Kunden am Programm interessiert zu behalten – durch attraktive Promotionen. Einen Bonus von weniger als 100% anzubieten genügt im Prinzip nicht mehr, um die Aufmerksamkeit von Mitgliedern zu erlangen. TAP Air Portugal hat die Regeln hier neu definiert, indem sie wiederholte Promotionen mit vierfachen Meilen in ihrem Miles&Go-Programm anbietet. So weit, so gut und in der Tat kann man auf dieser Basis interessante Deals machen, vor allem, wenn man Meilen für Langstreckenflüge in der Business oder First Class nutzt, inklusive mit Partner-Fluggesellschaften. Aber da Programme es so für Mitglieder transparent machen, dass die Margen solcher Käufe offenbar riesig sind (da sie mit solchen Angeboten immer noch Geld machen), wie wollen Programme in der Zukunft je wieder auf ihre regulären Premium-Preise zurückkommen?