Autor Archiv

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Pan Am bereitet sich nicht nur auf die Aufnahme von regulären Flügen vor, sondern hat auch bereits angekündigt, das legendäre WorldPass Vielfliegerprogramm wieder aufleben zu lassen und hat dafür bereits einen Software-Anbieter ausgewählt. Details über das Programm als solches sind noch nicht bekannt, aber aufgrund der geplanten bescheidenen Größe von Pan Am dürfte der Programmname vermutlich das interessanteste Element sein.

Falls Sie seit den frühen 90er Jahren noch Meilen bei WorldPass ausstehend haben, sollten Sie sich jedoch nicht allzu viele Hoffnungen machen, jene dadurch reaktivieren zu können, da es sich legal hier um zwei unterschiedliche Unternehmen handelt.

Die ursprüngliche Pan Am reiht sich leider in die lange Liste von Airlines ein – Ansett, TWA oder Spanair, um nur ein paar zu nennen -, wo Vielflieger ihre ausstehenden Meilen bei Betriebseinstellung unwiderruflich verloren haben.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Aufgrund des damit verbundenen Risikos funktionieren Kundenbindungsprogramme weltweit – nicht nur im Reisesektor – nach dem Prinzip, dass man erst Punkte sammelt und dann ausgibt. Ausnahmen sind rar, wie z.B. Miles & More, das ihren Senator-Statuskunden einen Meilenkredit von bis zu 50.000 Meilen gewährt.

Das noch relativ junge HeyMax-Programm in Fernost stellt dieses Prinzip jetzt jedoch auf den Kopf. HeyMax ist ein Koalitionsprogramm im Einzelhandel in Märkten wie Singapore, Hong Kong oder Japan, mit als einziger Prämienoption den Umtausch in eines der zahlreichen Partner-Programme von Airlines und Hotels.

Unter dem Slogen „Fly Now. Earn Later.“ kann man jetzt in der Tat in großem Stil Prämien nutzen und die Punkte dafür erst später sammeln. Angesichts der permanenten Entwertungen der Programme ist das Argument sicher bestechend, dass man nicht weiß, wie viel heute gesammelte Punkte in zwei oder drei Jahren noch Wert sind.

Hoffen wir, dass der Mut von HeyMax belohnt wird und sie nicht von Betrügern missbraucht werden!

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Accors ALL-Programm hat sich schon seit immer durch einen klaren Prämienwert ausgezeichnet. Für 1.000 Punkte erhält man eine Reduktion von 20 EUR in Accor-Hotels.

Alternativ unterhält Accor viele Partnerschaften mit Vielfliegerprogrammen, wo man traditionell 4.000 Punkte in 2.000 Meilen umtauschen konnte. Da man mit 2.000 Meilen wohl kaum noch einen Gegenwert von 80 EUR erreichen kann, war dies jedoch nie wirklich interessant.

Allerdings gibt es drei parallele Entwicklungen bei ALL, die einen das Thema neu bewerten lassen. Zum ersten ist in dem Partnernetzwerk viel Dynamik. Abgängen (wie der Iberia Club) stehen Neuzugänge, wie Asante Rewards von Kenya Airways oder BluChip von Indigo, entgegen. Zum zweiten haben sich einige Umtauschverhältnisse zu einer 1-zu-1 Basis verbessert, z.B. mit Flying Blue von Air France KLM oder mit SUMA von Air Europa. Und drittens hat Accor angefangen, regelmäßig Promotionen mit Partnern zu fahren, um das Umtauschverhältnis temporär zu verbessern.

Und natürlich bietet Accor auch mit 4 verschiedenen Partnern – Flying Blue, Privilege Club (Qatar Airways), Frequent Flyer (Qantas) und TudoAzul (Azul) – die Möglichkeit eines Double Dips an, wobei die Bedingungen zwischen den Partnern jeweils variieren.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Man kann über das Etihad-Programm Etihad Guest denken, was man will, aber vor allem das Netzwerk an Airline-Partnern ist durchaus interessant.

Das hat sich jetzt allerdings um Air Serbia verkleinert, die mit Elevate ein eigenes Programm gestartet hat. Das umsatzbasierte Programm verfügt über keine Partner und Punkte verfallen nach einem Jahr, wodurch es wohl für viele nutzlos sein wird. Auch publiziert Air Serbia keinerlei Informationen, wie konkret man gesammelte Punkte nutzen kann, was es auch nicht einfacher macht, sich mit dem Programm zu identifizieren. Man kann sich jedoch einen gültigen Etihad-Status anrechnen lassen und sogar Meilenguthaben aus Etihad Guest geltend machen.

Von der richtigen strategischen Entscheidung, dass man mit einem eigenen Programm sein Schicksal besser kontrollieren kann als durch die Nutzung eines Partnerprogramms, ausgehend hat es Air Serbia zumindest mit diesem ersten Schritt leider nicht geschafft, ihren Kunden im Vergleich zu der Etihad-Lösung einen Mehrwert anzubieten.

Und sobald die hawaiianische Mokulele Airlines von dem Programm hört, wird Air Serbia wohl auch den Programmnamen ändern müssen, da Elevate bereits der Name des Mokulele-Programms ist… Ein einfacher Blick auf unsere Webseite hätte genügt, dies zu verstehen und kommende Probleme zu verhindern.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Vor allem in Hotelprogrammen findet man mehr und mehr Erlebnisprämien. Die stellen zumindest auf dem Papier eine interessante Alternative dar, haben aber oftmals einen weniger interessanten Gegenwert pro Punkt.

Deswegen ist der Ansatz der Langham Hotels mit ihren neuen Erlebnisprämien über fünf Kategorien durchaus interessant: Preise für Prämiennächte im Brilliant by Langham-Programm sind dynamisch gestattet und kosten in der Regel mindestens 100.000 Punkte, oftmals aber sogar deutlich mehr.

Die ersten veröffentlichten Erlebnisprämien kosten jedoch nur 1.000 oder 3.000 Punkte und sind so deutlich rascher erreichbar. Um 1.000 Punkte zu sammeln, muss man in dem Programm 35 USD in Langham Hotels ausgeben. Auch wenn es oft schwer ist, diesen Prämien einen monetären Wert entgegenzustellen, kann dies so durchaus eine lohnenswerte Alternative zur Punktenutzung darstellen.

Die Langham-Erlebnisprämien sind stets wechselnde Angebote, die jeweils nur zu bestimmten Terminen in bestimmten Hotels angeboten werden.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Es ist nicht das erste Mal, aber easyJet hat einmal mehr ein richtiges Kundenbindungsprogramm angekündigt. Dieses Mal scheint es jedoch zu stimmen und man darf es wohl für Ende 2027 erwarten, mit entsprechenden Details dazu anfangs 2027. Angesichts der bisherigen Erfahrungen mit easyJet und dem Kundenbindungsthema – und ihrer generellen Einstellung zu Kundenfreundlichkeit – darf man aber wohl die Warnung aussprechen, dass man die Erwartungen daran nicht zu hoch stecken sollte.

Besser hat es hier vermutlich Air Indias Low Cost-Tochter Air India Express gemacht, die jetzt ein voller Partner im Maharaja Club ihrer Muttergesellschaft ist. Den Maharaja Club selbst muss man nicht unbedingt zu den großzügigsten Programmen im Markt zählen, aber es bleibt abzuwarten, ob die Attraktivität eines easyJet-Programms jenem nahe kommen wird. Und mit etwas Glück ist dies für Air India Express – ähnlich wie bei Eurowings aus der Lufthansa-Gruppe – nur der erste Schritt und man wird künftig gar einige Partnerschaften mit anderen, attraktiveren Star Alliance-Programmen sehen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Neben einigen vollen Airline-Partnern hat das FlyerBonus-Programm von Bangkok Airways auch einige Airlines nur als Prämienpartner, was dem Programm eine interessante Dimension verschafft.

Jüngster Prämienpartner ist Etihad, sodass in dem Programm jetzt alle drei großen Golf-Gesellschaften vertreten sind.

Wo sich die Dinge jedoch verkomplizieren ist, dass das Programm für jeden Partner eine eigene Prämientabelle anwendet. Am Beispiel eines einfachen Fluges von Bangkok über das jeweilige Hub nach London sieht man, dass ein solcher Flug in der Economy Class mit Etihad 261.000 Punkte kostet, mit Emirates aber nur 83.500 Punkte und mit Qatar Airways 157.000 Punkte. In der Business Class liegen die Preise bei 520.500 Punkten (Etihad), bzw. bei 296.000 Punkten (Emirates) und 313.500 Punkten (Qatar Airways).

Wo hier also genau der Wert dieser neuen Partnerschaft liegt, dürfte denjenigen 99,9999% der FlyerBonus-Mitglieder, die nicht in Abu Dhabi beheimatet sind, so wohl eher verschleiert bleiben.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Sun Group ist ein vietnamesisches Konglomerat im lokalen Reisesektor, das den vietnamesischen Tourismus maßgeblich prägen wird. Es umfasst eine eigene Airline (Sun PhuQuoc Airways), (Luxus-)Hotels und Freizeiteinrichtungen.

Jetzt wurde mit Sun Signature ein gruppenweites Kundenbindungsprogramm gestartet, das sich in einer ersten Phase auf die Airline und Hotels sowie eine lokale Kreditkarte beschränkt. Während Sun PhuQuoc Airways momentan noch auf den asiatischen Markt beschränkt ist, wird sich das rasch ändern, da die Gesellschaft 20 Dreamliner bestellt hat, mit Optionen auf 40 weitere Maschinen, mit denen ein globales Netzwerk aufgebaut wird. Das dürfte dem Sun Signature-Programm wohl rasch eine größere Bedeutung zukommen lassen – und den Tourismus in Vietnam zu einem wahren Massentourismus werden lassen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Es gibt im Reisesektor mehr und mehr Angebote für Abonnements, wo sich jeweils die Frage nach der Rentabilität stellt.

Horizons Club ist eines der jüngsten Angebote im Markt. Angeboten in zwei Formen gilt er in allen Häusern der Minor Hotelgruppe in Europa und Amerika, mit der Ausnahme von Brasilien. Die Gruppe beinhaltet Marken wir NH Hotels, Tivoli und Anantara, und ist selber Teil der Global Hotel Alliance.

Die Hauptvorteile sind eine direkte Reduktion auf die veröffentlichten Raten sowie auf Zusatzleistungen, aber auch eine Gutschrift von 150 DISCOVERY Dollars in dem Minor DISCOVERY-Programm (oder jedem anderen DISCOVERY-Programm der Global Hotel Alliance). Ab dem zweiten Aufenthalt innerhalb eines Jahres erhält man einen Bonus von 50 DISCOVERY Dollars pro Aufenthalt, mit einem entsprechenden Prämienwert in USD.

Bei einer jährlichen Gebühr von 179 EUR für die Basisversion Open wird das Angebot so zu einem No-Brainer, für jeden, der pro Jahr mindestens zwei Aufenthalte in Minor-Hotels verbucht.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Obwohl Sixt kürzlich mit SIXT ONE ein eigenes Bonusprogramm gestartet hat, bleibt Sixt ihren zahlreichen Vielfliegerpartnern eng verbunden.

Und bis Ende Juni spielt vor allem Miles & More eine wichtige Rolle hier: Für Reservierungen bis zum 30. Juni und Anmieten von mindestens zwei Tagen bis zum 31. Juli erhält man eine Punktegutschrift in Abhängigkeit des Abschneidens der deutschen Nationalmannschaft an der Fußball-WM. Für ein Vorrundenaus erhält man je nach Wagenkategorie 2, 3 oder 4 Meilen pro ausgegebenem Euro. Mit jeder weiterer Runde erhält man 1 Meile mehr, bis zu 8 bis 10 Meilen im Falle eines Turniersieges.

Die Meilen werden nachträglich im August gutgeschrieben, wenn der Turnierausgang bekannt ist.

Kleiner Tipp: Man kann natürlich Deutschlands letztes Vorrundenspiel am 25. Juni abwarten, um zu verstehen, ob man wirklich auf diese Karte setzen sollte oder nicht…