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Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Am 02. April wird United ihr MileagePlus-Programm für Inhaber einer ihrer co-branded Kreditkarten etwas interessanter machen – für alle anderen jedoch faktisch nutzlos.

Als Kreditkarten-Inhaber wird man eine Meile pro USD mehr auf United-Flügen verdienen (also 6 Meilen pro USD als Basis-Mitglied), ansonsten aber 2 Meilen weniger (also 3 Meilen pro USD als Basis-Mitglied). Zu Basic Economy-Tarifen werden Nicht-Kreditkartenkunden als Basis-Mitglied gar keine Meilen mehr sammeln und selbst Kreditkarteninhaber nur noch 3 Meilen pro USD.

Gleichzeitig werden Prämien auf United für Kreditkarteninhaber um 10% vergünstigt.

All dies zielt natürlich darauf ab, Kunden zur Nutzung einer Kreditkarte zu zwingen, die für United, wie für andere US-Gesellschaften, eine enorme Einnahmequelle darstellt.

Das kleine Problem dabei ist jedoch, dass United aktuell 73 Länder außerhalb der USA bedient, aber nur in 13 Märkten (davon 8 in Zentralamerika) überhaupt eine Kreditkarte anbietet. Selbst wenn man das Spiel spielen wollte, Mitglieder in wichtigen Märkten wie Deutschland, Spanien oder China haben diese Möglichkeit ganz einfach nicht.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News


Falls Sie als Vielflieger eine gewisse Planungssicherheit von Ihrem Programm erwarten, liegen Sie bei ITA leider ganz falsch.

In einer etwas merkwürdig anmutenden Kommunikationsart hat ITA die Programmbedingungen ihres VOLARE-Programms upgedatet, ohne darüber jedoch die Mitglieder zu informieren.

Das Programm wird nur noch bis zum 30. März angeboten. Danach können keine Punkte mehr gesammelt werden, aber bis zum 30. April kann man Punkte noch mit Programmpartnern – aber nicht mit ITA selbst! – einlösen.

Und dann? Vermutlich wird das Programm in Miles & More aufgehen. Vermutlich werden nicht genutzte Punkte nicht übernommen. Vermutlich werden die meisten Prämienpartner nicht mehr angeboten, da Miles & More nicht auf einem solchen Konzept funktioniert.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Bis zum Jahresende erhält man für Flüge des SkyTeam-Mitglieds Vietnam Airlines auf deren Flügen doppelte Prämien- und Statusmeilen in ihrem Lotusmiles-Programm – sofern die Buchungen jeweils online und Freitags erfolgen. Auf Inlandsflügen gelten die doppelten Statusmeilen nur für existierende Statuskunden.

Wenn man Reisen in die Region plant (oder sogar mit Verbindungen z.B. nach Australien), lohnt sich eine solche Flexibilität definitiv. So erreicht man mit einem einzigen Hin- und Rückflug zwischen Ho Chi Minh City und Paris oder London in der Business Class zum Flex Tarif den Platinum Status, der dem SkyTeam Elite Plus-Status entspricht.

Und wenn man schon bis zum 31. Mai genügend Meilen auf dem Konto hat, kann man auch noch von einer Prämienaktion profitieren: Alle internationalen Prämienflüge bis Jahresende – für Buchungen bis zum 31. Mai – sind während der Nebensaison um 20% reduziert, einige (z.B. Mailand) gar um 40% und die Flüge Hanoi-Amsterdam gar um 60%, was sie zu einem echten Schnäppchen machen!

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Wenn man wie Hyatt eine umsatzbezogene Sammelstruktur in seinem Kundenbindungsprogramm kombiniert mit einer fixen Prämientabelle hat, dann sind regelmäßige Prämienerhöhungen nicht zu vermeiden.

Hyatt tat dies in ihrem World of Hyatt letztmals 2021 und wir kennen alle die Entwicklungen von Hotelpreisen seit dann. So fallen die Preiserhöhungen, die im Mai in Kraft treten werden, teilweise saftig aus und werden so von allen Seiten stark kritisiert. Die Kritik müsste allerdings sanfter formuliert werden, wenn man auch die Sammelgeschwindigkeit korrekt in Betracht ziehen würde.

Ein unerwarteter Nebeneffekt dieser Prämienerhöhung ist jedoch, dass der Umtausch in Vielfliegermeilen auf einmal interessanter wird, da hier nichts verändert wird. Bisher musste man sich überlegen, ob man eine Prämiennacht in Kategorie 4 einem Kurzstrecken-Prämienflug mit Air France oder KLM vorzog, den man über einen Punkteumtausch in das Programm von Virgin Atlantic, Flying Club, erhalten konnte. Ab Mai wird man für den gleichen Punktebetrag nur noch eine Prämiennacht in der Kategorie 3 erhalten – aber eben immer noch den gleichen Prämienflug.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

In unsicheren Zeiten stellt sich immer die Frage, ob man Meilen einlösen sollte oder nicht.

Während generell einiges dafür spricht – bessere Verfügbarkeit in Nachfrage-schwachen Zeiten, höhere Flexibilität für Umbuchungen – sieht es dieses Mal evtl. etwas anders aus: Durch die hohen Treibstoffpreise haben die meisten Airlines ihre Treibstoffzuschläge schon erhöht – obwohl sich viele den Treibstoff über das sogenannte Fuel Hedging bereits für das ganze Jahr zu einem Festpreis gesichert haben – und in den meisten Vielfliegerprogrammen muss man für Prämienflüge diese Zuschläge bezahlen. Da durch diese Zuschläge Prämienflüge schon in normalen Zeiten nicht immer wirtschaftlich interessant sind, sieht es jetzt natürlich noch schlechter aus.

Anders verhält es sich nur in den US- und einigen anderen Programmen, wo Prämienflüge von diesen Zuschlägen ausgenommen sind.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Die Fusion zwischen Korean Air und Asiana Airlines ist immer noch nicht final von den Behörden akzeptiert, aber Asiana hat jetzt schon bekannt gegeben, was im Falle der Fälle mit dem Asiana Club geschehen würde.

Über einen Zeitraum von zehn Jahren kann man bis zur Fusion gesammelte Meilen im Asiana Club belassen und von dort einsetzen. Dies kann unter Umständen eine interessante Option sein, da nur Flugmeilen in einem Verhältnis 1:1 aus dem Asiana Club in Meilen in Korean Airs Skypass umgewandelt werden. Nichtflugmeilen werden jedoch nur in einem Verhältnis 1:0,82 umgetauscht. Dies war einer der Kernpunkte, der von den Wettbewerbsbehörden moniert wurde und die Airlines hoffen, durch diese Beibehaltung der Asiana-Meilen diese Bedenken aus der Welt zu schaffen.

Wenn man als Asiana Club-Mitglied jedoch die Absicht haben sollte, seine Meilen auf Star Alliance-Partnern zu nutzen, sollte man dies nicht allzu lange aufschieben!

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Anno 2014 kaufte Etihad die marode Alitalia mit dem Versprechen, sie zu „the sexiest airline in Europe“ (Originalton des damaligen CEO von Etihad, James Hogan) zu machen. Der Rest ist hinlänglich bekannt.

Mehrere Management-Teams danach haben sich der italienische Staat und Etihad jetzt außergerichtlich auf eine Schadenszahlung von 300 Millionen EUR für das damalige Miss-Management geeinigt.

Was dieser Geschichtsexkurs mit Vielfliegern von heute zu tun hat? 2024 hat Etihad mit 476 Millionen USD einen Rekordgewinn verzeichnet – was zeigt, dass der Spielraum angesichts der zu zahlenden Summe für die Airline sehr gering wird. Und Vielflieger werden dazu sicher ihren Beitrag leisten müssen. Wunder von Etihad Guest dürften in nächster Zeit wohl vorerst ausbleiben.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Manchmal nehmen die Ideen von Loyalty-Managern komische Züge an…

Beispiel Vueling: Muss man in Europa schon dankbar sein, wenn eine Low Cost-Airline überhaupt ein Vielfliegerprogramm anbietet – die Liste von Gegenbeispielen ist immer noch sehr lang, von easyJet, Ryanair und Wizz Air, bis hin zu Volotea und Smart Wings -, geht Vueling jetzt in ihrem Vueling Club einen noch merkwürdigeren Weg.

Als Basismitglied erhält man jetzt mit Vueling-Flügen überhaupt keine Meilen mehr. Erst ab der Smart-Stufe sammelt man 3 Meilen pro EUR, die sich auf den höheren Elitestufen auf 5, bzw. 7 Meilen erhöhen.

Die Elitestufen erreicht man neu auf einer Umsatzbasis, wobei man für die Smart-Stufe im Jahr mindestens 200 EUR mit Vueling ausgeben muss. Fliegt man weniger, bringt einem das Programm wohl ohnehin kaum Vorteile, warum also diese Verkomplizierung…?

Darüber hinaus sieht es so aus, dass man als Vueling Club nach wie vor Meilen auf allen Vueling-Flügen sammeln kann, wenn man die Flüge über Iberia bucht. Oder auch Iberia Club-Mitglieder sammeln Meilen auf Vueling-Flügen wie gewohnt.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Hand aufs Herz, wie viele Marriott-Marken können Sie spontan nennen? 5? 10? Das dürfte wohl so die Größenordnung für die meisten von uns sein.

Marriott hat jedoch das Problem wie viele andere Hotelketten, viel mehr Marken in ihrem Portfolio zu haben. 35 im Falle von Marriott, um genau zu sein.

Um jene ihren Marriott Bonvoy-Mitgliedern näher zu bringen, erhält man für Aufenthalte zwischen dem 26. Februar und dem 10. Mai 2.500 Bonuspunkte sowie eine Bonus-Statusnacht pro Aufenthalt in jeder Hotelmarke. Man muss sich für diese Promotion bis zum 26. April registrieren.

Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt die großzügigste Promotion, die die Welt je erlebt hat, aber vielleicht doch ein Anreiz, sein Allgemeinwissen etwas aufzubessern.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Luxushotels haben jedoch oftmals ein ganz anderes Problem: Sie sind unabhängig oder nur eine Gruppe mit ein paar Häusern, sodass sich ein Kundenbindungsprogramm kaum lohnt, bzw. den Kunden nur bedingte Vorteile bieten, da jene nicht unbedingt einem spezifischen Hotel treu sind.

Journey Rewards hat diese Marktlücke erkannt und bietet jetzt eine Programmplattform für solche Hotels (und Luxus-Vermietungen) an. 1.400 Unterkünfte weltweit – mit zusammen nur 5.000 Zimmern! – stehen aktuell zur Verfügung.

Das Programm bietet flexible Einlösemöglichkeiten an, inkl. der Möglichkeit eines Punkte-Poolings. Auch ein Statussytem wird angeboten und die höchste veröffentlichte Stufe, Legend, erreicht man mit einer jährlichen Ausgabe von 50.000 USD.