Autor Archiv

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Es gibt nie einen guten Moment für Erhöhungen von Prämienpreisen und, außer wenn man auf der Sammelseite Umsatz-basiert ist und feste Prämientabellen hat, nie wirklich eine Rechtfertigung. Selbst wenn die Kosten steigen, widerspiegelt sich das in gestiegenen Flugpreisen, was bedeutet, dass man mehr zahlen muss, um die gleiche Anzahl von Meilen zu erhalten. Aber die Weisheit, eine Prämienerhöhung genau zu Beginn einer Markterholung, die in weiten Teilen Asiens noch fragil ist, durchzudrücken, muss noch mehr hinterfragt werden. Das ist jedoch genau, was Singapore Airlines tut, indem sie in ihrem KrisFlyer-Programm am 05. Juli ohne Ausnahme eine Erhöhung aller Prämien- und Upgradepreise umsetzt, sowohl für Singapore Airlines– wie auch für Star Alliance-Flüge. Die Preise für die paar unabhängigen Airline-Partner werden in nächster Zukunft auch angehoben. Die Preise erhöhen sich im Durchschnitt um 10%, obwohl einige Star Alliance-Langstreckenflüge in Premium-Klassen um bis zu 20% ansteigen. Wenn Geschichtsbücher eines Tages die Verlierer der gegenwärtigen Krise identifizieren und Singapore Airlines einen Absatz widmen, sollte das Datum des 05. Juli 2022 und was an diesem Tag geschah definitiv erwähnt werden.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Die Ankündigung der US-Regierung, die Covid-Tests für internationale Reisende aufzuheben (während die Impfpflicht jedoch aufrecht erhalten bleibt) ist sicherlich eine willkommene Stimulierung für Reisen. Falls Sie aber die Absicht haben, Ihre Meilen für Reisen in der Business Class in die USA zu nutzen, sollten Sie vorsichtig sein, da vor allem einige europäische Fluggesellschaften mit Treibstoffzuschlägen auf Langstreckenflügen völlig verrückt geworden sind. So muss ein Executive Club-Mitglied, das mit British Airways zwischen London und New York fliegt, für einen Hin- und Rückflug aktuell 996 EUR an Steuern und Gebühren begleichen. Lufthansa erwartet, dass Miles & More-Mitglieder 574 EUR für einen Hin- und Rückflug von Frankfurt nach New York bezahlen. Deren respektive US-Gegenstücke sind vielleicht besser, aber in manchen Fällen auch noch nicht genau, was man von einem „Frei“flug erwarten würde. American Airlines verlangt für Flüge von London von AAdvantage-Mitgliedern 650 USD, während Uniteds MileagePlus-Mitglieder 134 USD für Flüge von Frankfurt zahlen müssen, also nur rund 22% des auf Miles & More-Mitglieder anwendbaren Betrags.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Finnair erfreut sich vielleicht dieser Tage nicht mehr der gleichen starken Position als Reiseoption zwischen Europa und Nordasien, da sie den russischen Luftraum umfliegen muss, was gewisse Reisezeiten um mehr als drei Stunden verlängert. Aber sie bleibt natürlich eine wichtige Fluggesellschaft, die auch gerade ihr Produkt mit der Einführung einer Premium Economy-Kabine aufgewertet hat und auch eine interessante Option für Flüge an die US-Westküste sein kann (wo Seattle ihre jüngste neue Destination ist). Ihr Finnair Plus funktioniert für Sie jedoch wahrscheinlich nur, wenn Sie wirklich die Mehrzahl Ihrer Reisen mit Finnair absolvieren. Ansonsten sind andere oneworld-Programme vermutlich die bessere Option. In diesem Falle sollte es eine gute Neuigkeit für Sie sein zu hören, dass der Executive Club von British Airways und Iberias Schwesterprogramm Iberia Plus die Sammelraten in der Business Class für Finnair-Flüge deutlich auf bis zu 250% der geflogenen Meilen angehoben haben, was sie auf das gleiche Niveau wie die großzügigere Struktur bringt, die auf deren eigenen Flügen und anderen engen Partnern angewendet wird. Obwohl der Standard-Begriff “geflogene Meilen” sicherlich verwirrend ist, wenn man nach Asien fliegt, da die Berechnung immer noch auf der (theoretischen) kürzesten Punkt-zu-Punkt Distanz basiert ist, ohne die wirklich geflogene Distanz, inklusive des Putin-Bonus, zu berücksichtigen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Wenn die Haltung eines Hotels gegenüber Russland für Sie ein Entscheidungsfaktor für Ihre nächste Hotelbuchung ist, ist Marriott vielleicht die Option, die Sie sich anschauen sollten. Während andere Hotelgesellschaften oft eine etwas zwiespältige Position einnehmen oder mit spezifischen Aktionen eher die PR-Schlagzeilen suchen, ist Marriott mit ihren Taten seriöser. Sie haben nicht nur den Stopp aller Operationen in Russland angekündigt, wo sie 22 Häuser betreiben. Sie matchen dieses Jahr auch Punktespenden von Marriott Bonvoy-Mitgliedern für Hilfsorganisationen, die mit der Ukraine arbeiten, bis zu 100 Millionen Punkten (die Hälfte dieser Zahl ist bereits erreicht). Und zu guter Letzt (aber sicherlich das wichtigste Element für die betroffenen Personen) konzentriert sich das Unternehmen auf die Einstellung von ukrainischen Flüchtlingen, mit 250 von ihnen, über 15 Länder in Europa verteilt, bereits in Anstellung.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Wenn Sie bis zum 04. September einen Hotelaufenthalt in Nordamerika oder der Karibik planen, dann ist diese Promotion von Best Western für Sie, da sie ein echter No-Brainer ist: Best Western Rewards-Mitglieder, die zwei Nächte in einem beliebigen Hotel verbringen, erhalten einen Voucher für eine Gratis-Nacht. Man kann sich unter dieser Promotion nur einen Voucher verdienen, aber man kann natürlich die Promotion ausspielen, indem Sie zum Beispiel Nächte unter Ihrem eigenen Namen reservieren, aber andere unter dem Namen anderer Familienmitglieder. Die Gratis-Nacht kann nur an einem Wochentag zwischen dem 05. September und 16. Februar 2023 in der Region genutzt werden. Wenn Sie in Zentral-Europa reisen, hat Best Western auch hier eine Promotion auf Lager, die jedoch deutlich weniger interessant ist: Für drei Aufenthalte in der Region bis zum 31. August erhält man 3.000 Bonuspunkte.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in CEO Blog

ravindra

I’ve been passionate about aviation ever since I can remember and about FFPs ever since I started to think – yes, I am not one of these young bloggers, who were even not yet among us on 01 May 1981, when an idea of American Airlines was

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Schlechte Neuigkeiten für Eurowings-Vielflieger: Das Programm Boomerang Club wird zum 30. Juni eingestellt und Kunden wird dann ein „Upgrade“ auf Miles & More vorgeschlagen. Was Lufthansa genau unter diesem „Upgrade“ versteht, bleibt dem durchschnittlichen Boomerang Club-Mitglied jedoch verschlossen: Anstatt 10 Meilen pro ausgegebenem EUR wird er dann noch 4 Meilen pro EUR verdienen und Prämienflüge innerhalb Europas werden dann anstatt 10.000 Meilen für die einfache Flugstrecke 35.000 Meilen für einen Hin- und Rückflug kosten. Das entspricht also eher einer fast fünffachen Entwertung, was nicht einmal der russische Rubel schafft. Da Eurowings auch in einigen anderen Star Alliance-Programmen teilnimmt, fährt man dort etwas besser – wird aber sicher auch dort nicht die Großzügigkeit des Boomerang Clubs wiederfinden.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Die Allianzen der Fluggesellschaften brauchten mehr als zwei Monate, um einen einfachen Schritt zu vollziehen: die Mitgliedschaft von russischen Gesellschaften auf Eis zu legen. Und es war oneworld mit ihrer Regime-kritischen, privaten S7 Airlines (ohne dessen mutige Piloten Personen wie Nawalny nicht mehr am Leben wären), die den ersten Schritt machte und so SkyTeam zwang, einige Tage später das gleiche mit der staatlichen Aeroflot zu tun. Aber alles bleibt halbherzig: Während es in solchen Situationen sicher richtig ist, die Mitgliedschaften nur „auf Eis zu legen“ (darauf hindeutend, dass ein Regimewechsel die Türen wieder öffnen würde) ist es in der Tat den einzelnen Fluggesellschaften überlassen, was sie mit ihren Vielfliegerabkommen tun. So bleiben die meisten Vielfliegerpartnerschaften vollumfänglich intakt, mit der Ausnahme der Handvoll (europäischer und US-)Airlines, die entsprechende individuelle Initiativen ergriffen haben. Aber selbst Vorreiter Delta, die Aeroflot rasch ab dem 28. Februar von ihrem SkyMiles-Programm ausschloss, honorierte die vertragliche dreimonatige Kündigungsfrist, was bedeutet, dass Delta-Mitglieder noch heute Meilen auf Aeroflot-Flügen sammeln können – und so weiterhin den Krieg gegen die Ukraine finanzieren.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Qatar Airways und Virgin Australia haben eine gegenseitige Partnerschaft in ihren Programmen Privilege Club und Velocity angekündigt, die in den nächsten Monaten implementiert werden wird. Was auf den ersten Blick wie eine weitere ordinäre Partnerschaft erscheint, ist dennoch weit interessanter als das: Da Qatar Airways im Rahmen der oneworld-Allianz auch ein Partner von Qantas ist, wird der Privilege Club so zu dem Platz werden, wo man Punkte für Flüge mit den zwei größten australischen Fluggesellschaften kombinieren kann. Auf der anderen Seite wird man mit Velocity künftig Punkte zwischen der Nummer 2 und 3 im Mittleren Osten, Qatar Airways und Etihad, kombinieren können. Das Programm bleibt jedoch auf in Ozeanien wohnhafte Mitglieder beschränkt.