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Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Während die Fusion zwischen Korean Air und Asiana jetzt alle regulatorischen Hürden genommen hat und am 17. Dezember vollzogen werden wird, herrscht nach wie vor Unklarheit auf der Seite der Vielfliegerprogramme. Südkoreas Wettbewerbskommission hat der Verschmelzung der beiden Programme Skypass und Asiana Club immer noch nicht zugestimmt, da Korean Air nach wie vor nicht alle Asiana-Meilen 1-zu-1 übernehmen möchte.

Jetzt hat Korean Air damit „gedroht“, dass beide Programme über den 17. Dezember hinaus parallel weitergeführt werden, falls bis dann keine Zustimmung erfolgen sollte.

Parallel wird Asiana zum 16. Dezember aus der Star Alliance ausscheiden, aber die Vielfliegerpartnerschaften enden wohl schon 2 Monate früher. TAP Air Portugal hat von ihrer Seite als erste bereits eine solche Ankündigung gemacht.

Es ist schwer vorzustellen, was das für den Asiana Club bedeuten würde – ohne die heutigen Star Alliance-Partner und ohne Asiana Airlines als eigenständige Airline… Wer seine Asiana-Meilen also noch auf dem Star Alliance-Netzwerk einlösen möchte, sollte dies auf alle Fälle in den kommenden zwei Monaten tun.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Wir sehen bekanntlich die Entwicklungen bei Etihad Guest der letzten Jahre nicht nur wohlwollend, da das Programm – trotz Anstrengungen auf anderer Ebene – durch Entwertungen viel an Attraktivität verloren hat.

Aber die Aktivitäten in ihrem Partnernetzwerk gehören definitiv von jeder Kritik verschont. Zu dem bestehenden attraktiven Airline-Netzwerk wurden in den letzten Wochen jetzt für die nähere Zukunft zwei weitere Zugänge angekündigt: Fastjet (Zimbabwe) und Africa World Airlines (Ghana). Beide Airlines haben derzeit kein eigenes Vielfliegerprogramm und sind auch keine Partner anderer Programme.

Bleibt abzuwarten, wie viel Etihad aus Fehlern in der Vergangenheit gelehrt hat, nachdem Airlines wir Air Serbia oder Air Seychelles, die such vormals gleich auf Etihad Guest als „ihre“ Loyalty-Lösung verließen, dann aber eigene Wege gingen, gelernt hat.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Historisch sind kostenlose Upgrades für Statuskunden einer der Hauptvorteile von nordamerikanischen Programmen. Das ging zeitweise so weit, dass es schon fast eine Ausnahme war, wenn eine Fluggesellschaft tatsächlich ein First Class Ticket auf einem Inlandsflug verkaufen konnte.

Aber natürlich waren diese Upgrades immer Kapazitätsabhängig und man hatte so keinen wirklichen Anspruch darauf.

Die Bericht mehren sich jetzt, dass US Airlines es bevorzugen, am Check-in für ein paar Dollar zusätzlich verbleibende First Class-Plätze an beliebige Kunden zu verkaufen, als sie ein paar Minuten später kostenlos an ihre besten Kunden zu vergeben.

Und American Airlines wird jetzt am 25. August die nächste Einschränkung einführen: Auf Transkontinental-Flügen und Flügen nach Hawaii, wo American Airlines Fluggerät mit einer Economy Class, einer Premium Economy und einer Business Class einsetzt, können AAdvantage-Statuskunden nur noch um eine Klasse upgraden. Wenn man also auf den Business Class-Sitz spekulieren will, muss man ein deutlich teureres Premium Economy-Ticket kaufen.

Ohne sich sicher zu sein, dass nicht jemand bei American die Idee hat, einer eventuell freien Platz in der Business Class in letzter Minute zu verkaufen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Eines der Hauptprobleme von Miles & More ist das Statusprogramm. Auch wenn die gebotenen Vorteile sich im Industrievergleich eher gut aushaben, sind die Qualifikationsregeln deutlich zu streng. Als Faustregel erhält man in anderen Star-Programmen bereits den Gold-Status, wenn man bei Miles & More nur den Frequent Traveller (Star Alliance Silver) Status erhält.

Diese Überschätzung spiegelt sich auch in den Angeboten des Programms aus, sich den Status zu erkaufen.

So können Inhaber einer co-branded Kreditkarte in Europa sich noch bis zum 30. September den Frequent Traveller-Status, gültig bis Februar 2027, erkaufen. Kostenpunkt: 650 EUR. Wenn man also per Definition nicht genug fliegt, um diesen Status über Flüge zu erreichen, dürfte es also kaum möglich sein, über einen solchen kurzen Zeitraum sich mit den Lounge-Zugängen und dem Extra-Gepäck als Hauptvorteile dieses Status eine solche Summe zurückzuholen.

Als Grundregel gilt hier also wie so oft: Gehirn einschalten und Statusgeilheit beiseitelegen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Auch wenn Hotelprogramme vehement versuchen dagegenzuhalten: Sie machen kaum Sinn für jemanden, der nicht einen (höheren) Elitestatus im Programm erreicht. Selbst die vermeintlichen Mitgliederraten findet man oftmals analog auf Buchungsplattformen.

Viele Hotelprogramme bieten zwar die Möglichkeit, auch Vielfliegermeilen zu sammeln, aber dies ist oft in der Größenordnung von 2 Meilen pro USD. Setzt man einen Meilenwert von 1 US Cent pro Meile an, entspricht dies einer Reduktion von 2%.

Wenn Buchungsplattformen also entsprechende Promotionen zum Meilensammeln anbieten, sollte man hier möglichst zugreifen und seine Reisen vorausbuchend planen: So sammelt man aktuell in Copas ConnectMiles-Programm 7 Meilen pro USD (Buchungen bis zum 25. August) und im Privilege Club von Qatar Airways 5 Meilen pro USD (31. August für Aufenthalte bis zum 31. Oktober) für Buchungen über Booking.com, was eher einer Ersparnis von 5-7% gleichkommt.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Pan Am bereitet sich nicht nur auf die Aufnahme von regulären Flügen vor, sondern hat auch bereits angekündigt, das legendäre WorldPass Vielfliegerprogramm wieder aufleben zu lassen und hat dafür bereits einen Software-Anbieter ausgewählt. Details über das Programm als solches sind noch nicht bekannt, aber aufgrund der geplanten bescheidenen Größe von Pan Am dürfte der Programmname vermutlich das interessanteste Element sein.

Falls Sie seit den frühen 90er Jahren noch Meilen bei WorldPass ausstehend haben, sollten Sie sich jedoch nicht allzu viele Hoffnungen machen, jene dadurch reaktivieren zu können, da es sich legal hier um zwei unterschiedliche Unternehmen handelt.

Die ursprüngliche Pan Am reiht sich leider in die lange Liste von Airlines ein – Ansett, TWA oder Spanair, um nur ein paar zu nennen -, wo Vielflieger ihre ausstehenden Meilen bei Betriebseinstellung unwiderruflich verloren haben.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Aufgrund des damit verbundenen Risikos funktionieren Kundenbindungsprogramme weltweit – nicht nur im Reisesektor – nach dem Prinzip, dass man erst Punkte sammelt und dann ausgibt. Ausnahmen sind rar, wie z.B. Miles & More, das ihren Senator-Statuskunden einen Meilenkredit von bis zu 50.000 Meilen gewährt.

Das noch relativ junge HeyMax-Programm in Fernost stellt dieses Prinzip jetzt jedoch auf den Kopf. HeyMax ist ein Koalitionsprogramm im Einzelhandel in Märkten wie Singapore, Hong Kong oder Japan, mit als einziger Prämienoption den Umtausch in eines der zahlreichen Partner-Programme von Airlines und Hotels.

Unter dem Slogen „Fly Now. Earn Later.“ kann man jetzt in der Tat in großem Stil Prämien nutzen und die Punkte dafür erst später sammeln. Angesichts der permanenten Entwertungen der Programme ist das Argument sicher bestechend, dass man nicht weiß, wie viel heute gesammelte Punkte in zwei oder drei Jahren noch Wert sind.

Hoffen wir, dass der Mut von HeyMax belohnt wird und sie nicht von Betrügern missbraucht werden!

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Accors ALL-Programm hat sich schon seit immer durch einen klaren Prämienwert ausgezeichnet. Für 1.000 Punkte erhält man eine Reduktion von 20 EUR in Accor-Hotels.

Alternativ unterhält Accor viele Partnerschaften mit Vielfliegerprogrammen, wo man traditionell 4.000 Punkte in 2.000 Meilen umtauschen konnte. Da man mit 2.000 Meilen wohl kaum noch einen Gegenwert von 80 EUR erreichen kann, war dies jedoch nie wirklich interessant.

Allerdings gibt es drei parallele Entwicklungen bei ALL, die einen das Thema neu bewerten lassen. Zum ersten ist in dem Partnernetzwerk viel Dynamik. Abgängen (wie der Iberia Club) stehen Neuzugänge, wie Asante Rewards von Kenya Airways oder BluChip von Indigo, entgegen. Zum zweiten haben sich einige Umtauschverhältnisse zu einer 1-zu-1 Basis verbessert, z.B. mit Flying Blue von Air France KLM oder mit SUMA von Air Europa. Und drittens hat Accor angefangen, regelmäßig Promotionen mit Partnern zu fahren, um das Umtauschverhältnis temporär zu verbessern.

Und natürlich bietet Accor auch mit 4 verschiedenen Partnern – Flying Blue, Privilege Club (Qatar Airways), Frequent Flyer (Qantas) und TudoAzul (Azul) – die Möglichkeit eines Double Dips an, wobei die Bedingungen zwischen den Partnern jeweils variieren.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Man kann über das Etihad-Programm Etihad Guest denken, was man will, aber vor allem das Netzwerk an Airline-Partnern ist durchaus interessant.

Das hat sich jetzt allerdings um Air Serbia verkleinert, die mit Elevate ein eigenes Programm gestartet hat. Das umsatzbasierte Programm verfügt über keine Partner und Punkte verfallen nach einem Jahr, wodurch es wohl für viele nutzlos sein wird. Auch publiziert Air Serbia keinerlei Informationen, wie konkret man gesammelte Punkte nutzen kann, was es auch nicht einfacher macht, sich mit dem Programm zu identifizieren. Man kann sich jedoch einen gültigen Etihad-Status anrechnen lassen und sogar Meilenguthaben aus Etihad Guest geltend machen.

Von der richtigen strategischen Entscheidung, dass man mit einem eigenen Programm sein Schicksal besser kontrollieren kann als durch die Nutzung eines Partnerprogramms, ausgehend hat es Air Serbia zumindest mit diesem ersten Schritt leider nicht geschafft, ihren Kunden im Vergleich zu der Etihad-Lösung einen Mehrwert anzubieten.

Und sobald die hawaiianische Mokulele Airlines von dem Programm hört, wird Air Serbia wohl auch den Programmnamen ändern müssen, da Elevate bereits der Name des Mokulele-Programms ist… Ein einfacher Blick auf unsere Webseite hätte genügt, dies zu verstehen und kommende Probleme zu verhindern.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Vor allem in Hotelprogrammen findet man mehr und mehr Erlebnisprämien. Die stellen zumindest auf dem Papier eine interessante Alternative dar, haben aber oftmals einen weniger interessanten Gegenwert pro Punkt.

Deswegen ist der Ansatz der Langham Hotels mit ihren neuen Erlebnisprämien über fünf Kategorien durchaus interessant: Preise für Prämiennächte im Brilliant by Langham-Programm sind dynamisch gestattet und kosten in der Regel mindestens 100.000 Punkte, oftmals aber sogar deutlich mehr.

Die ersten veröffentlichten Erlebnisprämien kosten jedoch nur 1.000 oder 3.000 Punkte und sind so deutlich rascher erreichbar. Um 1.000 Punkte zu sammeln, muss man in dem Programm 35 USD in Langham Hotels ausgeben. Auch wenn es oft schwer ist, diesen Prämien einen monetären Wert entgegenzustellen, kann dies so durchaus eine lohnenswerte Alternative zur Punktenutzung darstellen.

Die Langham-Erlebnisprämien sind stets wechselnde Angebote, die jeweils nur zu bestimmten Terminen in bestimmten Hotels angeboten werden.