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Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Mit 10 Tagen Vorankündigung bestätigte ITA, dass Miles & More ab dem 01. April ihr neues Vielfliegerprogramm sein würde.

Während dies nicht mehr wirklich überraschend kam, war es die Art und Weise allerdings umso mehr. Man ging natürlich von einer einigermaßen geordneten Übernahme aus – aber es war alles, nur nicht das!

VOLARE-Mitglieder müssen sich als neue Mitglieder in Miles & More einschreiben und die VOLARE-Historie spielt ganz einfach keine Rolle: Ausstehende Meilen wurden nicht übertragen, Elitestati wurden nicht anerkannt und gesammelte Statusmeilen im laufenden Jahr wurden bedeutungslos.

Es sieht ganz so aus, als dass Lufthansa ganz einfach „vergessen“ hatte, diese Kosten mit einzuberechnen, als sie ein Übernahmeangebot für ITA machte…

Ach ja, ausstehende Punkte bei VOLARE kann man noch bis zum 30. Juni gegen einen Flugvoucher oder bis zum 30. April gegen Prämien mit Non-Air Partnern einlösen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Es ist immer lobenswert, wenn eine Airline ihre Fehler relativ schnell erkennt und korrigiert.

Als Air India Ende 2024 ihr Programm unter dem Namen Maharaja Club neu auflegte, war klar, dass mehr Wert auf eine schöne Hülle als auf den Inhalt gelegt wurde.

Die jetzt angekündigten Verbesserungen gehen in die richtige Richtung – nota bene die Reduzierung der meisten Prämienpreise auf Air India-Flügen -, aber wichtige Schwachstellen des Programms, wie die völlig überhöhten Prämienpreise auf Star Alliance-Partnern, bestehen nach wie vor.

Das Programm bleibt so leider immer noch prinzipiell nur relevant dank der lokalen Programmpartner in Indien und wenn man als einziges Ziel hat, Meilen für Prämienflüge innerhalb Indiens zu nutzen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Mehr und mehr Airlines haben jetzt Basic Fares in ihrem Angebot, um konkurrenzfähiger gegen Billigflieger zu sein. Und die Frage stellt sich dabei, wie man jene in die Logik von Vielfliegerprogrammen einbinden sollte.

Jüngstes Beispiel einer Airline, die hier vermutlich nicht den richtigen Weg geht, ist American Airlines: Neben einer bereits reduzierten Meilengutschrift werden AAdvantage-Mitglieder ab dem 18. Mai auch keine Statusvorteile mehr nutzen können, wenn sie auf American Airlines-Flügen den Economy Basic Fare nutzen.

Warum also nicht gleich Frontier Airlines oder Spirit Airlines wählen?

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Seit Ende März hat Transavia sämtliche Inlandsflüge von Air France ab Paris Orly übernommen – und Vielflieger sollten wohl eher den Weg nach Charles de Gaulle auf sich nehmen, um nach wie vor mit Air France fliegen zu können.

Nicht nur wurden die Frequenzen massiv ausgedünnt, aber auch Vielflieger leiden unter einem schlechteren Angebot.

Nur Flying Blue-Mitglieder sammeln Meilen und Statuspunkte auf Transavia-Flügen (jedoch deutlich weniger als auf Air France-Flügen), nicht jedoch Mitglieder anderer SkyTeam-Programme.

Erst im Mai eröffnet Transavia eine eigene Lounge in Orly, die sich jedoch nicht nur spartanisch ausnimmt, sondern auch nur Flying Blue-Mitgliedern ab dem Platinum-Status offensteht. Anders als die Air France Lounges, die man bereits mit dem Gold-Status – oder dem SkyTeam Elite Plus-Status von Partner-Programmen – betreten darf.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Die australische Zentralbank hat angekündigt, die Regeln im nationalen Kreditkartenmarkt ab dem 01. Oktober grundlegend zu ändern. Dazu gehört unter anderem die Absenkung der Interbank Fees.

Jene finanzieren unter anderem die großzügigen Angebote von Kreditkarten, die man in australischen Vielflieger- und anderen Treueprogrammen vorfindet und die Australien zu weltweit einem der lukrativsten Märkte für Kreditkartenanbieter machte. Diese werden also wohl bald der Vergangenheit angehören und basierend auf der Erfahrung anderer Länder, wo diese Gebühren bereits gesenkt wurden, wird man zwei Entwicklungen feststellen können, die Vielfliegern zu Gute kommen werden.

Zum einen werden sich Kreditkartenangebote neu erfinden müssen und einen Mehrwert über das Meilensammeln hinaus generieren müssen. Für Nicht-Vielflieger, die lediglich große Summen über Kreditkarten abwickeln, aber die meisten Prämienplätze nutzten, wird das Angebot weniger attraktiv.

Zum zweiten können sich Programme nicht mehr nur auf die Einnahmen von Kreditkarten verlassen, sondern müssen sich wieder auf ihre wahre „Raison d’être“ besinnen – das Schaffen von echter Kundenbindung. Da diese Entwicklung absehbar war, ist dies ein Prozess, der beispielsweise bei Qantas bereits begonnen hat.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Am 02. April wird United ihr MileagePlus-Programm für Inhaber einer ihrer co-branded Kreditkarten etwas interessanter machen – für alle anderen jedoch faktisch nutzlos.

Als Kreditkarten-Inhaber wird man eine Meile pro USD mehr auf United-Flügen verdienen (also 6 Meilen pro USD als Basis-Mitglied), ansonsten aber 2 Meilen weniger (also 3 Meilen pro USD als Basis-Mitglied). Zu Basic Economy-Tarifen werden Nicht-Kreditkartenkunden als Basis-Mitglied gar keine Meilen mehr sammeln und selbst Kreditkarteninhaber nur noch 3 Meilen pro USD.

Gleichzeitig werden Prämien auf United für Kreditkarteninhaber um 10% vergünstigt.

All dies zielt natürlich darauf ab, Kunden zur Nutzung einer Kreditkarte zu zwingen, die für United, wie für andere US-Gesellschaften, eine enorme Einnahmequelle darstellt.

Das kleine Problem dabei ist jedoch, dass United aktuell 73 Länder außerhalb der USA bedient, aber nur in 13 Märkten (davon 8 in Zentralamerika) überhaupt eine Kreditkarte anbietet. Selbst wenn man das Spiel spielen wollte, Mitglieder in wichtigen Märkten wie Deutschland, Spanien oder China haben diese Möglichkeit ganz einfach nicht.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives


Falls Sie als Vielflieger eine gewisse Planungssicherheit von Ihrem Programm erwarten, liegen Sie bei ITA leider ganz falsch.

In einer etwas merkwürdig anmutenden Kommunikationsart hat ITA die Programmbedingungen ihres VOLARE-Programms upgedatet, ohne darüber jedoch die Mitglieder zu informieren.

Das Programm wird nur noch bis zum 30. März angeboten. Danach können keine Punkte mehr gesammelt werden, aber bis zum 30. April kann man Punkte noch mit Programmpartnern – aber nicht mit ITA selbst! – einlösen.

Und dann? Vermutlich wird das Programm in Miles & More aufgehen. Vermutlich werden nicht genutzte Punkte nicht übernommen. Vermutlich werden die meisten Prämienpartner nicht mehr angeboten, da Miles & More nicht auf einem solchen Konzept funktioniert.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Bis zum Jahresende erhält man für Flüge des SkyTeam-Mitglieds Vietnam Airlines auf deren Flügen doppelte Prämien- und Statusmeilen in ihrem Lotusmiles-Programm – sofern die Buchungen jeweils online und Freitags erfolgen. Auf Inlandsflügen gelten die doppelten Statusmeilen nur für existierende Statuskunden.

Wenn man Reisen in die Region plant (oder sogar mit Verbindungen z.B. nach Australien), lohnt sich eine solche Flexibilität definitiv. So erreicht man mit einem einzigen Hin- und Rückflug zwischen Ho Chi Minh City und Paris oder London in der Business Class zum Flex Tarif den Platinum Status, der dem SkyTeam Elite Plus-Status entspricht.

Und wenn man schon bis zum 31. Mai genügend Meilen auf dem Konto hat, kann man auch noch von einer Prämienaktion profitieren: Alle internationalen Prämienflüge bis Jahresende – für Buchungen bis zum 31. Mai – sind während der Nebensaison um 20% reduziert, einige (z.B. Mailand) gar um 40% und die Flüge Hanoi-Amsterdam gar um 60%, was sie zu einem echten Schnäppchen machen!

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Wenn man wie Hyatt eine umsatzbezogene Sammelstruktur in seinem Kundenbindungsprogramm kombiniert mit einer fixen Prämientabelle hat, dann sind regelmäßige Prämienerhöhungen nicht zu vermeiden.

Hyatt tat dies in ihrem World of Hyatt letztmals 2021 und wir kennen alle die Entwicklungen von Hotelpreisen seit dann. So fallen die Preiserhöhungen, die im Mai in Kraft treten werden, teilweise saftig aus und werden so von allen Seiten stark kritisiert. Die Kritik müsste allerdings sanfter formuliert werden, wenn man auch die Sammelgeschwindigkeit korrekt in Betracht ziehen würde.

Ein unerwarteter Nebeneffekt dieser Prämienerhöhung ist jedoch, dass der Umtausch in Vielfliegermeilen auf einmal interessanter wird, da hier nichts verändert wird. Bisher musste man sich überlegen, ob man eine Prämiennacht in Kategorie 4 einem Kurzstrecken-Prämienflug mit Air France oder KLM vorzog, den man über einen Punkteumtausch in das Programm von Virgin Atlantic, Flying Club, erhalten konnte. Ab Mai wird man für den gleichen Punktebetrag nur noch eine Prämiennacht in der Kategorie 3 erhalten – aber eben immer noch den gleichen Prämienflug.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

In unsicheren Zeiten stellt sich immer die Frage, ob man Meilen einlösen sollte oder nicht.

Während generell einiges dafür spricht – bessere Verfügbarkeit in Nachfrage-schwachen Zeiten, höhere Flexibilität für Umbuchungen – sieht es dieses Mal evtl. etwas anders aus: Durch die hohen Treibstoffpreise haben die meisten Airlines ihre Treibstoffzuschläge schon erhöht – obwohl sich viele den Treibstoff über das sogenannte Fuel Hedging bereits für das ganze Jahr zu einem Festpreis gesichert haben – und in den meisten Vielfliegerprogrammen muss man für Prämienflüge diese Zuschläge bezahlen. Da durch diese Zuschläge Prämienflüge schon in normalen Zeiten nicht immer wirtschaftlich interessant sind, sieht es jetzt natürlich noch schlechter aus.

Anders verhält es sich nur in den US- und einigen anderen Programmen, wo Prämienflüge von diesen Zuschlägen ausgenommen sind.