Aktuelle Neuigkeiten

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Seit Delta in ihrem SkyMiles-Programm auf ein dynamisches Preissystem für Prämienflüge umgestellt hatet, wurde die Jagd auf Prämien ziemlich zum Glücksspiel. Manchmal kann man einen super Wert finden, aber häufiger – vor allem in der Business Class – einen ziemlich unterirdischen. Partnerprogramme waren noch eine Art sichere Fallback-Option für Prämienflüge mit Delta, obwohl diese Prämien natürlich Kapazitätsbeschränkungen unterworfen waren. Deltas wichtigste europäische Partner, Air France KLM und Virgin Atlantic, haben jetzt jedoch in ihren Programmen Flying Blue und Flying Club für Delta-Flüge auch das dynamische Preissystem übernommen – was nicht bedeutet, dass Sie die gleichen Prämienpreise erwarten sollten. Testbuchungen für den gleichen Flug zeigen oft große Unterschiede zwischen den Meilenbeträgen zwischen den drei Programmen – mit unterschiedlichen Rankings ja nach Flug. Flying Blue wendet normalerweise auch deutlich höhere Steuern an, während sich Virgin für diese Beträge an jenen orientiert, die Delta selbst anwendet. Wenn es also Ihre Absicht ist, Ihre gesparten Meilen für diese Familienreise mit Delta im Jahr 2024 einzusetzen – unmöglich, Ihnen heute zu sagen, welches der Programme Sie nutzen sollten. Vermutlich keines von ihnen, aber eher eines mit einem planbareren traditionellen Prämienansatz mit den Einschränkungen der Kapazitätsbeschränkungen, an die wir gewohnt sind.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Falls Sie die Absicht haben, zwischen September und November irgendwo in Nordamerika, Europa, dem Mittleren Osten oder Afrika für mindestens drei Tage einen Mietwagen zu nutzen, sollten Sie jetzt handeln. Für solche bis zum 17. August bestätigten Anmieten mit Avis zum Etihad-Spezialtarif, erhalten Etihad Guest-Mitglieder einen Bonus von 20.000 Meilen, zusätzlich zu den regulär gesammelten Meilen. Dieser Bonus kann bis zu drei Mal verdient werden. Während man vielleicht nicht mehr einen super Wert aus dem Programm holt, wenn man Meilen auf Etihad einlöst, hat das Programm immer noch mehrere interessante Möglichkeiten mit Partner-Airlines und, wenn man ein solches Geschenk erhält, ist man vielleicht weniger kritisch gegenüber dem Wert eingestellt, den man im Gegenzug erhält.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Einige Fluggesellschaften machten es während der Krise definitiv schwieriger als andere, ihnen treu zu bleiben, durch einen Mix aus externen Faktoren und einer gescheiterten Kommunikationsstrategie. Das Star Alliance-Mitglied South African Airways war sicherlich ein solcher Fall: Kurz vor dem Bankrott angesichts eines sehr harten Lockdowns im Land hätten nicht viele auf ihr Überleben gesetzt. Der Fluggesellschaft gelang jedoch genau dies, startete ihr Voyager Vielfliegerprogramm wieder und gewinnt jetzt wieder langsam an Höhe. Während sie auf ihren eigenen Flügen ein (schlecht berechnetes) dynamisches Prämien-Pricing anwendet – was bedeutet, dass Prämienhöhen mit steigenden Ticketkosten ansteigen -, hatte sie keine bessere Idee als Prämienhöhen auch auf Partner-Airlines zu erhöhen. Nach all dem wäre es smarter gewesen, den Kunden in Form niedrigerer Prämienhöhen etwas zurückzugeben. Stattdessen muss man jetzt 91.900 Meilen für ein Economy Class-Prämienticket innerhalb Europas bezahlen (während man für „nur“ 67.300 Meilen von Europa nach Indien fliegen könnte…) oder 203.500 Meilen für ein Business Class-Prämienticket von Nordamerika nach Europa. Kann es noch schlimmer kommen für was einst eines der großzügigsten Programme innerhalb der Star Alliance war? Es Ist traurig zu sagen, aber ob South African noch existiert oder nicht, würde für Vielflieger im Wesentlichen keinen Unterschied mehr ausmachen.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Ende letzter Woche wurde die Fusion zwischen Choice Hotels und Radisson Hotels Americas vollzogen. Momentan werden deren entsprechenden Programme Choice Privileges und Radisson Rewards Americas parallel und unabhängig weitergeführt, werden aber künftig sicherlich zusammengeführt werden. This würde die Anzahl Hotels, die Radisson-Mitglieder zugänglich sind, beträchtlich erhöhen, während Choice-Mitglieder Zugang zu mehr höherwertigen Hotels erhalten würden. Mitglieder der globalen Version von Radisson Rewards – die alle Regionen außerhalb  Amerikas abdeckt – sind von diesen Änderungen nicht betroffen, abgesehen von der Tatsache, dass noch nicht bekannt ist, was mit der aktuellen Option geschehen wird, dass Punkte zwischen den beiden Versionen der Radisson-Programme übertragen werden können, mit einem potenziellen Risiko, dass der gegenseitige Zugang zu den Netzwerken verloren gehen wird.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Wenn man auf der Sammelseite Umsatz-basiert ist, aber mit einer fixen Prämientabelle arbeitet, ist die Erhöhung von Prämienpreisen eine Art Notwendigkeit, wenn sich die Preise erhöhen. Wenn man das aber nur alle paar Jahre macht, schmerzt es mehr. Das ist, was das Mietwagenunternehmen Hertz in ihrem Gold Plus Rewards getan hat, indem Prämienpreise in einigen Ländern ohne Vorwarnung um rund 25% angehoben wurden. Mit einer Sammelrate von 1 USD = 1 Punkt für Basis-Mitglieder, kostet die billigste, Kapazitäts-beschränkte 1-Tages-Anmiete in Nordamerika jetzt 950 Punkte. In Europa ist der Preis 900 Punkte und billigere Prämien gibt es nach wie vor in Australien/Neuseeland (700 Punkte) und Brasilien (600 Punkte). Aber auf alle Fälle, wenn Sie nicht ein sehr häufiger und treuer Kunde von Hertz sind, ist das Gutschreiben von Meilen in einem ihrer vielen Partner-Vielfliegerprogramme vermutlich ohnehin die bessere Option.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Während das Schlimmste der Covid-bezogenen Einschränkungen hinter uns zu sein scheint – sogar Australien hat gerade die letzten verbliebenen Einschränkungen für ungeimpfte Personen abgeschafft -, sind die Zeiten für Vielflieger in vielen Teilen der Erde nicht wirklich besser geworden. Nicht nur sind die Service-Standards immer noch nicht auf ein normales Niveau zurückgekehrt, aber viele Fluggesellschaften und Flughäfen sind auch mit Personalmängeln konfrontiert, was vor allem in Europa zu chaotischen Situationen führt. Das letzte, was Fluggesellschaften dieser Tage im Grunde wollen, sind zusätzliche Passagiere – was es besonders schwierig für Vielflieger macht, all ihre angesammelten Meilen einzulösen. Nehmen Sie KLM, die den Ticketverkauf während einiger Tage komplett eingestellt hatte, Lufthansa, die nur noch vollpreisige Tickets verkaufte, die streikende SAS oder London-Heathrow, welches Fluggesellschaften auffordert, bis September keine Tickets mehr zu verkaufen. Durch die Gewährung von Prämienflügen zusätzliche Nachfrage zu generieren ist nicht etwas, das die Industrie aktuell anstrebt. Aber selbst, wenn Sie das Glück haben, Ihre Reise im Voraus geplant zu haben, bereiten Sie sich auf alles von kurzfristigen Flugstreichungen oder massiven Verspätungen bis zu langen Warteschlangen, um beispielsweise in Delta-Lounges zu gelangen, vor.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Obwohl es auf den zweiten Blick als logischer Schritt erscheint kam die Ankündigung, dass die Deutsche Bahn am 01. August als sogenannter Verbindungspartner der Star Alliance beitreten würde doch als ziemliche Überraschung daher. Dies wird die Deutsche Bahn zu der ersten Nicht-Airline machen, die einer der globalen Airline-Allianzen beitritt. Es ist noch nicht klar, inwiefern dies eines Tages auch eine Verbindung der Kundenbindungsprogramme beinhalten wird. Auf alle Fälle wird es interessant sein zu sehen, wie sich das in der Praxis aushaben wird, da Frankfurt de facto der einzige größere Flughafen in Deutschland mit intermodularen Eisenbahnverbindungen ist und trotz aller Nachhaltigkeitsreden bleibt Lufthansa, die weiterhin in direkter Konkurrenz zur Deutschen Bahn ein dichtes Netzwerk an Kurzstreckenflügen anbietet, der Hauptkonkurrent der Deutschen Bahn. Die Deutsche Bahn hat kürzlich ihr BahnBonus-Programm neu aufgelegt.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Eurowings-Kunden hatten seit der Ankündigung, dass der Boomerang Club zu Gunsten von Miles & More aufgegeben würde, Zeit, sich auf eine unangenehmere Zukunft vorzubereiten. Bis zum letzten Tag des Boomerang Clubs am 30. Juni gab es nur einen vagen Hinweis, dass Mitglieder ab 01. Juli ihre Meilen übertragen können würden. Für 99,99% der Mitglieder war dabei selbstredend davon auszugehen, dass dies in einem 1-zu-1 Verhältnis geschehen würde, was schon einer massiven Entwertung gleichgekommen wäre. Aber die Wahrheit entdeckten sie am 01. Juli: Der angewandte Umtauschkurs ist 2 Eurowings-Meilen = 1 Lufthansa-Meile. Das tut weh. Welche Eurowings-Mitglieder wohl sich jetzt immer noch auf Miles & More „upgegraded“ fühlen? Der letzte (zugegebenermaßen kleine) Hoffnungs-Strohhalm, an den man sich als Eurowings-Mitglied noch klammern kann, ist, dass die Webseiten von irgendwelchen Russen gehackt wurden und all dies nur ein großes Missverständnis ist. Aber wahrscheinlicher ist, dass das Böse nicht nur in Russland existiert.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Emirates und Air Canada haben für Ende 2022 eine Partnerschaft angekündigt, die auch eine Partnerschaft zwischen ihren Vielfliegerprogrammen Skywards und Aeroplan umfassen wird. Während dies Aeroplan, das bereits mit Star Alliance-Mitgliedern, aber auch mit Etihad und Oman Air, zusammenarbeitet (was das Programm jedoch zu einem interessanten Ort macht, um Meilen über diese Fluggesellschaften zu poolen!), nur einen beschränkten Netzwerkwert hinzufügt, ist die Verbesserung für Skywards enorm. Von Jetblue abgesehen hat das Programm seit dem Ausscheiden aus dem Programm von United und Continental (hic!) anno 2011 mit keinem wichtigen Transatlantik-Anbieter mehr kooperiert, womit so also ein wichtiges Loch in seiner Abdeckung geschlossen wird. A propos Jetblue: Skywards-Mitglieder können jetzt ihre Punkte nicht mehr für Reisen in Jetblues Mint-Kabine nutzen, die auf deren Transkontinental- und Transatlantik-Flügen angeboten wird.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

NFTs (non-fungible tokens) werden auch für Fluggesellschaften immer wichtiger. Etihad versteht, dass es sich dabei nicht für jedermann um die bevorzugte Investment-Option handelt und versüßt deswegen das Angebot für seine erste NFT-Sammlung, EY-ZERO1 genannt und aus einer limitierten Anzahl von 10 verschiedenen Flugzeug-Modellen bestehend, die zum Preis von 349 USD plus Steuern angeboten werden. In parallel erhalten Käufer für ein Jahr den Silber-Status im Etihad Guest-Programm. Während die Tokens handelbar sind, verbleibt der Status mit dem ursprünglichen Käufer. Wie immer Sie es jedoch drehen – indem Sie es mit dem Auge eines Sammlers betrachten oder aus einer Status-Perspektive -, die messbaren Vorteile alleine rechtfertigen die Kosten nicht. Außer wenn man in den Wert der NFT selbst glaubt, ist dies deswegen nicht ein Investment, das man in Erwägung ziehen sollte.